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Sonntag, 9. Oktober 2011

74 Peitschenhiebe wegen "Beleidigung Ahmadinedjads"


Der Student Peyman Aref (پیمان عارف) wurde für "Beleidigen des iranischen Präsidenten" [1] 74 mal ausgepeitscht. Iran ist nunmal die freieste Republik der Welt.

Sie sehen die Fotos nach dem Auspeitschen:

Montag, 4. Juli 2011

Vorstellung der iraniscen Studentenbewegung


Termin - Am 9. Juli werden vier ehemalige Aktivisten der Studetenbewegung über die iranische Studentenbewegung sprechen.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Die Schwierigkeiten der Studentenbewegung

Am vergangenen Sonntag, den 15. Mai, haben die Studenten mehrerer Universitäten landesweit gestreikt und protestiert. Die Anzahl der Demonstranten war nicht besonders hoch, aber kleine Proteste haben statt gefunden. Kann man trotzdem vom Erfolg sprechen? Um diese Frage zu beantworten, schauen wir was passiert ist:

Eine Gruppe hatte vor zwei Wochen per Internet einen Statement veröffentlicht, in dem sie die Studenten zu landesweiten Protesten aufrief; Unterschrift: "eine Gruppe von grünen Studenten im Iran". Dabei gab es aber mehrere Probleme:

Samstag, 25. Dezember 2010

Eilaktion; Hinrichtung von Habib Latifi am 26. Dezember


Eilaktion von Amnesty International

GoPetition: We want freedom for habib latifi

Sign the Urgent Action

Weitere Adressen und Musterbriefe (Englisch)

Die Zeit ist knapp. Vielleicht haben wir noch 12 Stunden Zeit, vielleicht ein bisschen mehr. Wie müssen uns beeilen. Es geht um das Leben eines unschuldigen Menschen.

Habibollah Latifi ist Student an der Universität Eylam und kurdischer Aktivist. Er wurde im Oktober 2007 verhaftet und sitzt im Gefängnis von Sanandaj. Er beteiligte sich an einem Hungerstreik in Protest gegen die Hinrichtung von Ehsan Fatahian am 11. November 2009. (Quelle: United 4 Iran)

Vergleichbare Artikel:
Julias Blog: Revolutionsgericht setzt 26. Dezember für die Hinrichtung von Habibollah Latifi fest
RAHANA: We only have one day to save my brother’s life

Dienstag, 7. Dezember 2010

Studentenproteste beginnen ein Tag vor dem Studententag

Teheran Universität, 6 dezember 2010

Sicherheitskräfte waren vorbereitet. Seit Ende letzter Woche nahm ihrer Anzahl in der Nähe der Universitätetn zu. Ein paar Videos sind besipielsweise auf dem Blog Freedom of Expression vorhanden. Sie waren besorgt, dass die Proteste vorzeitig beginnen. Und so kam es auch.

Montag, 8. November 2010

Student aus Gefängnis: "Ich bin ein Mohareb (Gottbekämpfer)"

Majid Dorri ist ein Student, dessen Recht auf ein Studium ihm wegen seiner politischen Aktivitäten entzogen wurde. Er wurde kürzlich vom Evin-Gefängnis ins Behbehan-Gefängnis versetzt. Behbehan liegt 1000 Kilometer südlich von Teheran. Aus diesem Gefängnis hat er einen Brief geschrieben, den ich teilweise übersetzt habe:

Sonntag, 4. Juli 2010

Flyer-Verteilung zum Jahrestag von 18 Tir (9. Juli) vor einer Polizeistation! (Video)

Dieses Foto von Ahmad Batebi (siehe mehr auf Wikipedia) war jahrelang das Symbolfoto der iranischen Studentenbewegung und erschien am 17. Juli 99 auf der Economist-Titelseite (siehe Hintergrund).

Auf dem folgenden Video sieht man zuerst eine Polizeistation in Ahvaz. Dann sieht man handgeschriebene Flyer mit dem Inhalt "18 Tir, wir warten, Tod dem Diktator", die von Jugendlich verteilt werden.


Vergleichbare Artikel
Label: Ahmad Batebi (Interview Teil 1 und 2)
Julias Blog: Interview mit Ahmad Batebi | letzter Teil: Die Bewegung ist in den Untergrund gegangen
BBC: Iran student protests

Donnerstag, 3. Juni 2010

Gedenken an Kianoosh Asa (mit Videos)

Kianoosh Asa

Hunderte von Teherans von Elm-o-Sanat-Universitätsstudenten versammelten sich am 1. Juni in Gedenken an Kianoosh Asa, ein Todesopfer der grünen Bewegung. An den Demonstrationen von 15. Juni 2009 wurde Kianoosh Asa verletzt und später vermisst. Zehn Tage später identifizierte seine Familie seine Leiche. Die Veranstalter der Zermonie haben möglicherweise vorgehabt die Zeremonie  vor dem Jahrestag der Wahlmanipulationen (12. Juni)  abzuhalten.

Auf diesem Video zeigen die Studenten mit ihren "Ya Hessein, Mir Hossein"-Parolen, dass sie Mousavi immer noch unterstützen.


"Student stirbt, lässt sich aber nicht erniedrigen"


Auf diesem Video sieht man einen Bassiji, der die protestierenden Studenten filmt. Die Studenten bedecken ihre Gesichter und singen "Yare Dabestani", "Grundschulfreund".


Auf diesem Video rufen sie: "Wir sind Kianoosh und Neda, Wir habe dieselbe Stimme (sind einig)"


Vergleichbare Artikel: 
Julias Blog: Gedenken an ein Opfer der Ereignisse nach den Wahlen: Kianoosh Asa
homylafayette: Close-Up: Students commemorate Kianoush Asa's death

Dienstag, 2. März 2010

Der Staat und die Wohnheime


Jeder Iraner weiß: nicht nur das jetzige Regime Irans schlägt seine Studenten nieder. Am 7. Dezember des Jahres 1953 töteten Regierungkräfte des Schahs drei Studenten. Seitdem ist dieser Tag der Studententag im iranischen Kalender. Damals protestierten die Studenten gegen den Staatsbesuch des amerikanischen Vize-Präsidenten Richard Nixon.

Vor zehn Jahren
Vor allem das Wohnheim der Teheran-Universität war oft Schauplatz der Studentenunterdrückung und Gewalt. Vor zehn Jahren wurde das Wohnheim nachts gestürmt, weil die Studenten sich wegen des Schließens einer Zeitung, die den damaligen Präsidenten Khatami unterstütze, versammelten. Die Hauptstadt war unruhig, die Zeitungen, die von den Unruhen berichteten, verkauften sich gut. Obwohl die Unruhen sehr klein waren, hoffte man auf eine Änderung. Den Studenten wurde von der Regierung viel versprochen, damit sie mit ihren Protesten aufhörten. So kam es zu Gerichtsverhandlungen. Am Ende der Gerichtsverhandlungen bekam nur der Anwalt der Studenten eine lange Haftstrafe. Von den Attackierenden bekam nur einer eine Haftstrafe: für das Klauen einer Rasiermaschine! Daraufhin verlangten die Studenten ein Treffen mit Präsident Khatami. Als er dies ablehnte, fing der Zweifel an den Reformisten an. Manche meinten, die Islamische Republik sei nicht reformfähig, die anderen meinten, Khatami sei ein Philosoph und kein Politiker.   

Vor acht Monaten
Nach den Präsidentschaftswahlen war das Wohnheim der Teheran-Universität wieder einmal Szene der Gewalt (siehe Artikel: Angriff auf Studenten). Iranische Studentenwebseiten wie Amir-Kabir berichteten von einem Angriff von Ansar-e-Hezbollah (siehe Kommentar von Publicola zum oben erwähnten Artikel), die später von der Polizei unterstützt wurde.

Warum hat das Regime solch eine Angst vor den Studenten der Wohnheime?
Die Unterdrückung der Studenten im Iran hat die Studenten noch nie zum Schweigen bringen können. Weder in der Schah-Zeit, noch vor zehn Jahren. Studenten wurden durch solche Aktionen lauter und radikaler. Unpolitische Studenten wurden politisch. 

Studenten im Iran, die in den Wohnheimen leben, sind normalerweise von ärmeren Familien, die sich keine Wohnungen und Häuser mit ihren Freunden leisten können. Mehrere Studenten teilen sich ein Zimmer; sie kennen also die Probleme des Landes gut. Außerdem sind solche Studenten besonders intelligent. Jeder Iraner weiß, wie schwierig es ist, an Universitäten Teherans teilnehmen zu dürfen. Es gibt einen Test, an dem zehntausende teilnehmen. Nur die besten Hundert haben eine Chance sich an Teherans Universitäten einzuschreiben, es sei denn, man ist Bassij-Mitglied. Die Studenten der Teheran-Universität kennen also nicht nur die Probleme, sie verstehen auch die Gründe der Probleme. Und Wohnheime sind eine guter Platz für Meinungsaustausch. Zudem sind iranische Studenten politisch gesehen sehr wichtig (siehe erster Paragraph vom Artikel "Zeidabadi und seine Familie").

Wiederholter Fehler: Snobs, die arm sind

Es heißt, die Sepah rechnete mit kleinen Protesten der Wähler nach der Wahlfälschung. Manche Aussagen der Sepah-Mitglieder bestätigen dies. Ihre Theorie war, Mousavi und Karroubis Wähler seien hauptsächlich Snobs. Schläge man sie einmal mit Schlagstöcken, würden sie zurück in ihre Häuser gehen. So eine Ansicht über die Studenten des Wohnheims zu haben zeigt, wie wenig die Sepah die Gesellschaft kennt.

Freitag, 4. Dezember 2009

Fotos aus dem Iran (#5)

Ein mutiger Student hält ein Plakat in den Händen mit dem Text: "Faschistischer Präsident, in der Polytechnischen Universität [Teheran] hast du nichts verloren"