"Animal Farm" von Nikahang Kowsar (s.u.)
1. Irans neuer Justizchef, Sadegh Larijani, sagte: "Richter müssen politisch sein"! Mehr dazu auf Julia's Blog.
2. Fünf im Exil lebende iranische Intellektuelle haben in einem Statement den Rücktritt Ahmadinedjads und Neuwahlen gefordert. Sie nennen aber auch die minimale Forderungen der grünen Bewegung aus ihrer Sicht. Mehr dazu ebenfalls auf Julia's Blog.
3. Mortazavi, Teherans früherer Staatsanwalt, ist jetzt auch vom iranischen Parlament für die "Folter und den Tod von Protestdemonstranten gegen die Wahl im berüchtigten Gefängnis Kahrizak für verantwortlich befunden worden. Es wird gesagt, Mortazavi wisse zu viel und habe einen schlechten Namen und solle deshalb geopfert werden." Mehr und noch mehr dazu natürlich auf Julia's Blog.
4. Hosseinian (Foto links), ein hardliner-konservativer Parlamentsabgeordneter, reichte seinen Rücktritt ein. Er schreibt in dem Brief unter anderem, dass er hoffnungslos geworden ist, weil er nicht mehr die islamische Republik beschützen könne, dies heiße aber nicht, dass die anderen es auch nicht können. Hosseinian forderte übrigens den Staat neulich auf, die Frist zwischen Todesurteil und Todesstrafe auf fünf Tage zu verkürzen. Ein anderer konservativer Parlamentsabgeordeneter, Motahari, sagte ironischerweise dazu: "Herr Hosseinian hat eine Vorliebe für die Todesstrafe. Als er Richter war, hat er dies bereits bewiesen."Sein Brief ist wie ein Beleg für einen weiteren kleinen Sieg der grünen Bewegung. Mehr dazu auf Julia's Blog.
5. Der Freitagsprediger von Mashhad bezeichnete die Demonstranten der grünen Bewegung als Ziegen. Die Schafe der "Herrschaft des obersten Rechtsgelehrten" (Karikaturen oben) werden mit Saft bedient und tragen das Foto eines Esels.
Fußnote:
"Schlagzeilen der Woche" erscheinen nur bei größerer Anzahl der für die grüne Bewegung wichtigen Ereignisse. Ich versuche damit, dass der Leser den Überblick über solche Ereignisse nicht verliert. Sie beinhalten natürlich nicht alle wichtigen Ereignisse.


