Freitag, 13. August 2010

Protestaktion: Stimmen für Sakineh Aschtiani; Frankfurter Rundschau

"Der große Fernseh-Kollege Hanns-Joachim Friedrichs hat gesagt: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“ Haben wir diesen Satz vergessen? Nein, [...] Hier geht es nicht um diese oder jene politische Einstellung, hier geht es um die Grundlagen der Humanität"


Zum Artikel
Online Unterzeichnen

Kommentare:

  1. Heute, 20.08.2010, erschienen zwei phantastische Artikel zum Fall Sakineh Ashtiani

    1) der 'Background' sowie konkrete Details:

    FAZ-Artikel "Eine Frau soll gesteinigt werden"
    von der Feuilleton-Redakteurin Karen Krüger

    http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E0CDE54949EBF441CBE7FEC3931D02982~ATpl~Ecommon~Scontent.html



    2) der kulturell-religiös-juristische Kontext im Allgemeinen:

    Artikel "Koranische Strafe, die nicht im Koran steht"
    aus der Feder des Orientalisten und Islamwissenschaftlers Tilman Nagel

    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E9D2618B550364F17B62F2B7EBA2F9F7A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    AntwortenLöschen
  2. Kastentext zum FAZ-Artikel "Eine Frau soll gesteinigt werden" von Karen Krüger:


    Elias Canetti über die Steinigung

    Die Hetzmasse bildet sich im Hinblick auf ein rasch erreichbares Ziel. Es ist ihr bekannt und genau bezeichnet, es ist auch nah. Sie ist aufs Töten aus, und sie weiß, wen sie töten will. . . .

    Man führt den Verurteilten aufs Feld hinaus und steinigt ihn. Jeder hat am Töten teil; von den Steinen getroffen, bricht der Schuldige zusammen. Es ist niemand zum Hinrichter delegiert, die ganze Gemeinde tötet. Die Steine stehen für die Gemeinde, sie sind das Mal ihres Beschlusses und ihrer Tat. Auch wo das Steinigen außer Gebrauch gekommen ist, bleibt diese Neigung zum Zusammen-Töten bestehen. ...

    Der Zerfall der Hetzmasse, die ihr Opfer gekriegt hat, ist ein besonders rascher. Diese Tatsache ist gefährdeten Machthabern wohlbewusst. Sie werfen der Masse ein Opfer hin, um ihr Wachstum aufzuhalten. Viele politische Hinrichtungen sind zu diesem Zweck allein angeordnet worden.

    aus: "Masse und Macht", erschienen bei S. Fischer und im Hanser Verlag.

    FAZ – 20.08.2010

    AntwortenLöschen
  3. Vielen Dank, sehr geehrter Publicola, für Ihren tollen Hinweis.

    Ich werde die Links auf "lesenswertes von anderen Seiten" einbetten.

    Viele Grüße

    AntwortenLöschen