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Donnerstag, 17. Februar 2011

Sogar die Leichen klauen sie!

 
vlnr: Sane Jaleh, Mohammad Mokhtari,
Todesopfer vom 14. Februar

Es ist mehr als ein Jahr her, als die Stimmen der iranischen Bevölkerung gestohlen wurden. Seit Jahren nahmen sie uns die Freiheit, unsere Würde und das Leben vieler unschuldiger Menschen. Doch damit nicht genug: Jetzt klauen sie auch Leichen.

Montag, 14. Februar 2011

Erste Protestvideos vom 14. Februar


In mehreren Städten Irans gingen heute viele Menschen auf die Straßen, es liegen aber noch keine Hochrechnungen vor; von mehreren Hunderttausenden spricht man. Nicht nur in Teheran, sondern auch in Isfahan, Shiraz, Mashhad und Kermanschah waren sie präsent. Ja, die Grüne Bewegung lebt noch. Von vielen Freunden in Shiraz habe ich gehört, dass keine Demonstration bisher so groß war. In Teheran und Shiraz wollen viele heute Nacht auf der Straße bleiben oder sogar schlafen, wenn es möglich ist. In Teheran wurde die Masse mit der Zeit immer größer. Laut BBC-Persisch halten die Demonstrationen immer noch an (21:18 deutsche Uhrzeit, 23:48 lokal)

Montag, 7. Februar 2011

Zitate von persischsprachigen Blogs über den 14. Februar

  "Wir werden nicht ausgehen"
ist eigentlich doppeldeutig auf persisch und heißt auch:
"Wir werden nicht still"

Was schreiben Blogger im Iran?

14. Februar; Bricht das Schweigen?

25 Bahman (14. Februar) 
15 Uhr
Vom Imam-Hossein-Platz zum Azadi-Platz 

Eigentlich wollten ein paar Aktivisten zu Demonstrationen am 11. Februar aufrufen. Am 22 Bahman, dem Siegestag der islamischen Revolution. An dem Tag, an dem vieles schief ging letztes Jahr. Die Aktivisten waren leicht verzweifelt: "Klappt es dieses Jahr oder nicht? Können wir viele Menschen mobilisieren? Reichen 300 Menschen um eine größere Demo auszulösen", schrieben manche Blogger und Aktivisten. Gestern (am Sonntag) aber sorgte ein Brief für Überraschung und Hoffnung. Mousavi und Karroubi stellten in einem gemeinsamen Brief einen Antrag auf Genehmigung eines Solidaritätmarsches für die Aufstände gegen die Diktaturen in Ägypten und Tunesien. Der Brief lautet (Übersetzung übernommen aus Julias Blog):