Montag, 12. November 2012

Falsche Hoffnungen: Nasrin Sotoudeh darf am 26. Tag ihres Hungerstreiks ihre Kinder nicht sehen

Mehraveh and Nima Khandan

Julias Blog - Eintrag aus der Facebook-Seite von Reza Khandan (Ehemann der seit nunmehr 26 Tagen im Hungerstreik befindlichen und in Einzelhaft sitzenden Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh):

"Die Staatsanwaltschaft hat uns heute kontaktiert und mitgeteilt, dass die Kinder ihre Mutter besuchen und persönlich treffe dürfen. Gegen 13 Uhr gingen wir zum Büro der Staatsanwaltschaft am Teheraner Basar, um die Besuchserlaubnis abzuholen. Dann holten wir Mehraveh von der Schule ab und fanden uns pünktlich im Besucherbereich des Evin-Gefängnisses ein. Wir hatten auch Nima dabei, der erkältet ist.

Mittwoch, 7. November 2012

Sie töteten einen Blogger unter Folter

Folgende Meldung ist leider bestätigt worden. Sattars Familie gab bereits Interview zu Rooz Online und Saham News:

Julias Blog - Genau eine Woche nach seiner Verhaftung durch die iranische Cyber-Polizei ist der Arbeiteraktivist Sattar Beheshti an den Folgen der Folter im Gefängnis gestorben.

Beheshtis Schwester erklärte gegenüber Kalemeh, die Behörden hätten ihren Ehemann angerufen und ihn angewiesen, Beheshtis Mutter auf die Todesnachricht “vorzubereiten”.

“Sie sagten, er solle ein Grab kaufen und die Leiche morgen (am 7. November) abholen. Mehr nicht! Wir wissen nichts. Wir wissen nicht, warum sie ihn getötet haben oder was ihm genau zugestoßen ist. Wir wissen nicht, was passiert ist. Meinem Bruder ging es gut, als er das Haus verließ. Er ging auf seinen eigenen zwei Beinen. Jeder konnte sehen, dass er gesund war. Mein Bruder nahm nicht einmal Kopfschmerztabletten.”

“Sie haben uns gesagt, dass wir niemandem Interviews geben sollen”, ergänzte die Schwester. “Sie haben gesagt, dass er Herzprobleme hatte.”

--------

Sattar Beheshtis schrieb in seinem letzten Blog Artikel am 29. Oktober, dass er gedroht wurde: "Sag deiner Mutter, sie soll schwarz tragen, dein Maul ist zu groß, du redest zu viel. Ich sage, ich mache nichts, weshalb man meinen Mund zu machen müsste, Ich schreibe was ich höre und sehe, sie sagen wir machen das, worauf wir Bock haben. Ihr sollt still werden, sonst werdet ihr sterben ..."

Freitag, 2. November 2012

Nasrin Sotoudeh, Hungerstreik, Verhaftungen und Ein Paar Worte


Nasrin Sotoudeh ist aus Protest gegen die schlechte Behandlung ihres Mannes und ihrer beiden Kinder bereits seit 16 Tagen im Hungerstreik.

Es gibt immer wieder neue Verhaftungen der (z.B. diese Massenverhaftung, oder diese zwei Konvertiten, oder diese vier Facebook-Nutzer, oder diese 19 Bahais). Die Situation der politischen Gefangenen ist nicht gut. Solch eine Nachricht ist nichts neues:

Montag, 29. Oktober 2012

Warum Säkularisierung Für den Iran Nicht Gut Ist


In der westlichen Welt hört man oft, dass eine westliche Demokratie für die 'islamischen Welt' nicht unbedingt gut sei. Man solle doch lieber den kulturellen Rahmen berücksichtigen. Beim genaueren Erforschen und Hingucken der Geschichte und Gesellschaft des Irans kam auch ich zu dem Schluss, dass es stimmt: Eine Säkularisierung wurde dem Iran nur schaden. Hier die Gründe:

Freitag, 28. September 2012

Die Angst der Ideologien und Religionen vor Lachen [Hubert Schleichert]

[Hubert Schleichert]

Ideologien aller Art, besonders auch Religionen, hassen das Lachen, weil sie wissen, wie gefährlich es ist. Wer über eine Sache lacht, hat keine Angst mehr vor ihr. Deshalb wird das Lachen oder selbst das Lächeln so rigoros verfolgt und bestraft. Im Heiligtum (und wenn darin ein atheistischer Diktator einbalsamiert ist) darf nicht gelacht werden, Lachen nimmt dem Heiligtum seinen Schauder. Ideologien verlangen für sich besonderen Respekt. Folglich muß, wer trotzdem den Mund verzieht, als respektloses Subjekt, als Lästerer empfunden werden. Jede Diktatur verfolgt den politischen Witz gnadenlos; und in religiösen Dikaturen ist die Verhöhnung der Religion ein kriminelles Delikt.

Der Haß der Ideologien auf das Lachen und die Angst davor sind universelle Phänomene, die sich, wie der Fanatismus, unablässig wiederholen. Das hat schon Nietzsche konstatiert:

Und immer wieder wird von Zeit zu Zeit das menschliche Geschlecht dekretieren: »Es gibt etwas, über das absolut nicht mehr gelacht werden darf.

Donnerstag, 27. September 2012

Der Cartoon, der zur Schließung der Tageszeitung "Shargh" Führte


von Hadi Heydari 

1. Der obige Cartoon ist tatsächlich der Cartoon, der zur Schließung der Reformern nahen, sehr professionellen, Zeitung Shargh führte! Auch im Jahr 2006 führte eine Karikatur zur Schließung der gleichen Zeitung.